mallorca ist ein marketingphänomen. mal abgesehen,von der pizza salami für 17 euro. was treibt die medien dazu so viel über diese insel zu berichten? für meinen geschmack haben ibiza, formentera und menorca viel mehr und das auch viel intensiver zu bieten.

das wetter ist für einen urlauber vielleicht ja ganz lustig. als dauerbewohner der insel kämpft man ständig gegen das, was eigentlich gar nicht so ist auf mallorca: regen, schnee, stürme, hitzewellen, hohe luftfeuchtigkeit. die saison ist kurz, sehr kurz. sie fängt standardmässig nach ostern an und ist bereits ende september wieder vorbei: gerade mal 5 monate lang ist sie. und in dieser saison hat man oft mit der anderen seite der ertragbarkeit zu tun. ohne die bakterienschleuder klimaanlage ist ein leben sehr unschön.

mallorca ist sehr fotogen - was diese tollen bilder in print und tv erklärt. vor ort mit dem eigenen augapfel betrachtet sucht man vergebens nach diesen sofakompatiblen fernwehmachern. mallorca ist eher verbraucht als gepflegt - was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. was mich stört, ist diese absurde diskrepanz zwischen sein und schein.

das leben auf malle habe ich intensiv auf mich wirken lassen. mich spricht das leben an der deutschen ostseeküste oder vielleicht auch in münchen heute viel mehr an. das wetter, die menschen, die lebenskultur, das essen und vieles mehr toppt mallorca um ligen.

hier möchte ich gar nicht auf die vielen teilerlebnisse eingehen, die mich dann von der insel verjagten. froh bin ich, den absprung geschafft zu haben, ohne selbst in diese selbstverlogenen lobgesänge auf dieses eiland der vielen fragezeichen eingegangen zu sein.

oh, ich muss jetzt aufpassen, sonst bin ich direkt wieder mittendrin im marketingphänomen mallorca.