ich war von beginn an ein second life yunkie. das eintreten in diese welt mit dieser totalen energiereichen musik die mich da einnahm war einzigartig und neu - ich will diese zeit nicht missen.

es war bis heute ein einzigartiges erlebnis in diese welt eintauchen zu dürfen. jede ecke war neu und mit verrückten ideen bestückt, die einen selbst immer wieder in themen verführt, wo man sich selbst illegal vorkam.

in den zeiten, die man selbst dort investiert, lernt man menschen kennen, die einem auf der realen strasse nie zu einem gespräch verleiten würden.

dieser teil der neuen seite an einem selbst macht einen süchtig nach second life. es ist so, als würde man bis heute einen teil seiner selbst nicht gekannt haben.

nach ein paar wochen entschloss ich mich dazu eine eigene SIM zu kaufen. das war recht teuer (etwa 3000 dollar + monatlich 200 euro). durch die menschen, die ich zuvor im SL kennengelernt hab, war die prognose recht glaubwürdig. die kosten sogar über den einsatz hinaus zu erwirtschaften.

naja, naiv und infiziert wie man so ist, läßt man es dann auch laufen.

während der zeit in dieser welt lernte ich zwei wichtige mädels kennen: izanami yoshikowa und sonne yallok. die beiden waren hochmotiviert und auch talentiert, so dass diese öde grüne kauf-sim schnell in eine einzigartiges rollenspiel-umgebung verwandelt wurde.

der zuspruch zu GOA war enorm. ich steckte jede erdenkliche zeit in diese welt. leider, wirklich leider, wurde es für mich zu zeitintensiv. die SIM (simulation, zuletzt nur ein 3d-internet server) , so dass ich mich immer mehr zurückzog. am ende hab ich den server dann einer guten freundin zu einem fairen preis verkauft.

die zeit in SL würde ich aktuell gegen keine an andere eintauschen wollen. ich weiss, dieser weg ist die zukunft und dazu hat es sehr viel spass gemacht.

ich möchte vom ganzen herzen hier zuletzt graf umarov nennen. er war in der startzeit und auch im verlauf der SL-zeit ein wichtiger mensch hinter dem avatar-leben. aber ich ärger mich bis heute darüber, dass er nie versucht hat, den kontakt zu halten.

[alias freedom teatime]